THEKLA
Hallo Kindergarten! Ich komme….

Hallo Kindergarten! Ich komme….

Der Eintritt in den Kindergarten ist eine ganz aufregende Zeit. In erster Linie für das Kind, doch insgesamt auch für die gesamte Familie. Ganz unterschiedliche Aspekte beeinflussen dabei die Gefühle der Eltern. Haben die Eltern eine längere Zeit mit dem Kind zu Hause verbracht, hegen sie vielleicht Gedanken wie „Ich denke es wird Zeit, für das Kind. Es braucht jetzt gleichaltrige Kinder zum Spielen und der Kindergarten kann ihm mehr bieten als ich zu Hause.“ Ist das Kind noch jünger sind meist ganz andere Gedanken vordergründig; „Ist es vielleicht noch zu früh für diesen großen Schritt?“ oder „Werden wir die ersten Stunden der Trennung gut meistern? Was ist, wenn es anders läuft, als verhofft?“.

Solche Gedanken sind normal und spiegeln oft auch unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse wider. Wenn ich als Mama denke, der Kindergarten könnte meinem Kind mehr bieten als ich selbst, sehne ich mich selbst vielleicht auch nach meinem Arbeitsplatz und meinen Kollegen? Die Eltern, die befürchten, es sei noch zu früh für die Eingewöhnung, haben eventuell selbst noch große Furcht vor einer (ersten) Trennung vom Kind. So muss es natürlich nicht sein. Es ist auf jeden Fall sehr aufschlussreich sich selbst zu hinterfragen und einzugestehen, welche eigenen Bedürfnisse hinter unseren Vorstellungen und Befürchtungen stecken.

Damit der Übergang in den Kindergarten gut gelingt, hat die Erzieherin die Aufgabe dem Kind einen schönen und möglichst sorgenfreien Anfang zu ermöglichen. Die Eltern haben die Aufgabe ein Stück loszulassen und zu vertrauen. Das Kind muss sich nicht nur eingewöhnen, es sollte auch ankommen dürfen. Und das braucht vor allem Zeit, nahbare Erwachsene und Geduld.
Trennungsschmerz, auf beiden Seiten, darf man auffangen und gemeinsam aushalten. Vor allem aber sollte man diesen Schmerz ernstnehmen und niemals einfach abtun. Denn vertrauen sollte man, im besten Fall auch der Erzieherin, in erster Linie aber dem eigenen Kind. Unsere Kinder zeigen uns auf ihre individuelle Art und Weise, wenn in ihrem kleinen Herzen oder Köpfchen etwas nicht stimmt und es Sorgen hat.

Wir können viel tun, um dazu beizutragen, dass der Übergang in den Kindergarten gut gelingt. Letztendlich ist es optimal, wenn die Eltern mit der Einrichtung im Interesse des Kindes Hand in Hand arbeiten. Im Mittelpunkt sollte stehen, dass sich das Kind im Kindergarten und seiner Gemeinschaft wohlfühlt und zu Hause einen entsprechenden stabilen und liebevollen Ausgleich erfährt.

Die Kita Eingewöhnung ist zweifelsohne ein komplexes Thema und immer ganz individuell zu betrachten. Letztendlich wollen alle Eltern für ihr Kind das Beste. Im THEKLA Kurs findet die Kita-Eingewöhnung deshalb ausführlich Beachtung und Raum zum Austausch und für Fragen.

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Über die Autorin

Nicole Kanz