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Ich vertraue in Dich, denn ich liebe Dich

Ich vertraue in Dich, denn ich liebe Dich

Schon mit Beginn der Schwangerschaft und spätestens der Geburt des Kindes stellen sich Eltern Fragen. Die einen ganz direkt, und zwar im Dialog oder aber jeder einzelne ganz still für sich. Was möchte ich für eine Mutter / ein Vater werden? Welche Werte sind mir / uns wichtig? Was ist das Beste für unser Kind? Wollen wir es Tragen oder im Kinderwagen umherfahren? Soll unser Kind gestillt werden oder die Flasche bekommen? Wollen wir die Bedürfnisse unseres Kindes prompt befriedigen oder soll es auch mal warten können?

 

Mit großer Sicherheit gibt es noch mehr Fragen, die Eltern beschäftigen. Einige Themen können auch große Unsicherheit hervorrufen. Man ist ja, zumindest beim ersten Kind, noch unerfahren. Und das ist okay. Kein Mensch kann nämlich immer gleich alles wissen.

 

Nach links oder nach rechts?

 

Um in manchen Situationen der Hilflosigkeit zu entkommen, holen sich Eltern Rat ein. Großeltern, Verwandte oder andere Mütter und Väter dienen hierfür als Ansprechpartner. Aber auch Ratgeber oder das Internet sind gute Informationsquellen.

 

Über Erziehung und den richtigen Umgang mit Kindern gibt es viele unterschiedliche Meinungen. Die einen plädieren für eine autoritäre Erziehung. Aus Ihrer Sicht brauchen Kinder Strenge, starre Regeln, Grenzen und Gehorsamkeit. Vor allem die ältere Generation ist Verfechter dieses Erziehungsstils. Schließlich hat es, laut Ihren Aussagen, deren Kindern auch nicht geschadet. Und schließlich dürfen, laut ihnen, Kinder Ihren Eltern auch nicht auf der Nase herumtanzen.

 

Demgegenüber steht „Attachment Parenting“ sprich ein bedürfnisorientierter Erziehungsstil. Dieser ist von Nähe, prompter Bedürfnisbefriedigung, Bindung und Zuneigung geprägt. Eltern versuchen das Verhalten ihres Kindes lesen zu lernen, um die dahinter liegenden Bedürfnisse zu erkennen und darauf zu reagieren.

 

Es herrschen unterschiedliche Meinungen über Erziehung. Und Eltern wollen doch eigentlich nur das Beste für Ihre Kinder. Was aber ist das Beste, wenn die einen sagen der richtige Weg geht nach links, die anderen aber meinen er gehe nach rechts?

 

 

Eltern die gute Eltern sein wollen, haben es heutzutage nicht so richtig leicht. Die Medien überfluten sie mit Erziehungsbeiträgen. Eltern erhalten auf diesem Weg zwar sehr viel Wissen und könnten daraus einen Mehrwert ziehen. Manchmal kann dieses Wissen aber auch verunsichern und zur Belastung werden. Reagieren Sie nämlich im Alltag anders als sie es gelesen haben, kann sich das ziemlich schlecht anfühlen. Im schlimmsten Fall entstehen sogar Schuldgefühle.

 

Aber warum?

 

Meinungen kann man sich anhören.
Beiträge kann man lesen.
Aber nichts ist echter und richtiger als die intuitive Reaktion von Eltern auf das Verhalten Ihres Kindes.

Liebevolle Eltern spüren, fühlen und wissen.
Einfach aus dem Bauch heraus.
Ohne Ratgeber und Meinungen.
Durch Ihre elterliche, achtsame und liebevolle Intuition.

 

Vertraut in Euch und Eure Fähigkeiten. Vertraut darauf, dass Ihr Euren Weg finden werdet. Und wenn dieser nicht nach links oder rechts geht, führt er vielleicht gerade aus. Vertraut in Eure wundervollen Kinder, denn wenn Ihr ganz genau hinschaut, werdet Ihr sehen und vor allem auch fühlen, was sie brauchen. Oder was sie nicht brauchen.

 

 

Alle Kinder wollen sich entwickeln. Bei manchen geht es schneller, bei anderen dauert etwas länger. Manche Kinder sind lauter andere leiser. Doch eins haben alle Kinder gemeinsam. Sie wollen lernen und groß werden. Und dafür brauchen Sie Eltern, die in Sie und Ihre Fähigkeiten vertrauen. In Ihren individuellen Wachstumsprozess und Ihr Sein. Vertrauen zu schenken, ist  der größte Beweis elterlicher Liebe.

 

 

 

 

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Über die Autorin

Marga Bielesch