Marga Bielesch

Windelfrei und Kommunikation - Thekla Beitrag

Windelfrei und Kommunikation

Gastbeitrag von Josi Schütze

Von Geburt an zeigen Babys ihre Bedürfnisse an. Die Eltern reagieren darauf und zeigen damit: „Ich habe dich verstanden.“
Neben Hunger und Müdigkeit zeigen Babys uns auch, dass sie „mal müssen“ müssen. Windelfrei stärkt die Bindung und Kommunikation zwischen dem Baby und den Eltern.
Es bedeutet nicht, dass auf Windeln komplett verzichtet werden muss. Windelfrei bietet uns die Möglichkeit zu wählen. Wir können Windeln nutzen, müssen es aber nicht. So kann jede Familie ihren individuellen Weg finden.

Thekla Beitrag - Entwicklung des Gehirns bei Kindern

Wie sich das Gehirn von Kindern entwickelt

Die ersten sechs Lebensjahre sind ausschlaggebend für die Entwicklung des kindlichen Gehirns. In keiner anderen Phase der Kindheit oder des Erwachsenenlebens entwickelt es sich so rasant und schnell.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich das Gehirn nach der Geburt auf vorhersagbare Weise entwickelt und stark auf die Umgebung reagiert. Es wird demzufolge darauf programmiert.

HILFE ! Mein Kind lässt sich nicht mehr die Zähne putzen

Das schwierige Thema „Zähne putzen“ kennen viele Eltern. Als das Baby noch klein war, gab es diesbezüglich wenig Probleme. Für das Kind war es eher interessant, wenn Mama oder Papa mit witzigen Grimassen die Zahnpflege durchführten.

Mit dem heranwachsen und dem Übertritt in die Autonomiephase verändert sich jedoch etwas im Leben eines Kindes. Denn es möchte autonom werden und soviel wie möglich allein machen. Und auf einmal steckt von jetzt auf gleich, der Wurm im Abendritual. Häufig steigt die Anspannung schon auf dem Weg zum Badezimmer – und zwar auf beiden Seiten.

Damit die Zahnpflege nicht mehr in Machtkämpfen endet und wieder zu einem schönen Erlebnis werden kann, braucht es eine Veränderung. Die komplizierte Eltern-Kind-Situation benötigt eine Musterunterbrechung. Aber wie geht das, fragt ihr euch vielleicht? Was kann ich tun, damit mein Kind wieder Spaß am Zähne putzen hat?

Hier ein paar Tipps:

1. Verändert den Ablauf des Abendrituals, sodass Entspannung wieder ihren Platz finden kann. Wenn die Zahnpflege mit Mama aktuell nicht so gut funktioniert, sollte erstmal der Papa übernehmen. Solange bis sich die Situation wieder entspannt hat.

2. Gemeinsam Zähne putzen macht der ganzen Familie Spaß. Zugleich wirken Mama oder Papa als Vorbild und ihr erlebt Momente in Verbundenheit. Sich gegenseitig helfen bringt Heiterkeit in das Abendritual. Das Kind darf z.B. bei den Eltern putzen, danach die Eltern beim Kind. Die Abschlussrunde putzt dann jeder bei sich allein.

3. Kleine Zahnputzhilfen machen das Abendritual besonders spannend z.B. Musik. Achtet darauf, dass die Musik nicht zu wild ist. Sonst kann es passieren, dass die Kinder beim zu Bett bringen nicht zur Ruhe kommen.

4. Pirat oder doch lieber Prinzessin? Bunte Zahnbürsten sind einfach schön und mit ihnen macht das Zähneputzen gleich noch viel mehr Spaß. Wenn ihr eurem Kind eine Freude bereiten wollt, dann lasst es seine Zahnbürste selbst aussuchen.

5. Erklärt eurem Kind warum euch Zahnpflege wichtig ist. Hier steht natürlich zum einen die Zahngesundheit im Fokus im Vordergrund aber steht die Gesundheit eures Kindes. Sagt ihm, wie wichtig und wertvoll es für euch ist.

6. Die Zeit wie lange die Zähne geputzt werden müssen, sollte an das Alter des Kindes anpasst werden. Zu bedenken ist auch, dass nicht ein Tag ist wie der andere. Ausnahmen (z.B. kürzeres Zähneputzen) dürfen ruhig mal die Regel sein. Abends sind alle müde und geschafft vom Tag und auch das kann sich auf das Abendritual auswirken.

Achtung! Wenn Kindern beim Zähneputzen die Zahnbürste druckvoll in den Mund geschoben oder gar der Mund aufgedrückt wird, überschreiten Eltern die kindliche Grenze. Das Kind fühlt sich hilflos und ohnmächtig. Zugleich lernt es, meine Bedürfnisse zählen nicht und meine Grenze hat für meine Eltern keinen Wert. Wenn sich Erwachsene von Kindern wünschen, dass sie ihre Grenze berücksichtigen, ist es wichtig auch die Grenzen der Kleinsten zu wahren. Kinder lernen schließlich von ihren Vorbildern!

Was wirklich zählt – aus dem Alltag einer Mutter

Ich habe noch soviel zu tun, denke ich kurz nach meinem verspätetem Feierabend und haste zum Auto. Naja, keine Zeit zum Gedanken machen, es gibt noch genug zu bügeln, ich muss noch was einkaufen, die Kinder abholen. Mein Mann kommt heute auch nicht nach Hause, es bleibt wie immer alles an mir hängen. Dieser Frust macht mich wahnsinnig, ich möchte schreien, raus, möchte weg und alles hinter mir lassen. Versteht das irgend jemand? Hört mich überhaupt irgendwer, wenn ich alleine im Auto heule, weil ich nicht mehr kann? Weil ich nicht mehr weiß, wer ICH eigentlich bin.

Wer nicht strafen will, darf fühlen. Es gibt nämlich immer eine Alternative.

Kinder zu bestrafen zeigt zwar oft einen kleinen Erfolg, letztlich bekunden Strafen aber nichts weiter als Macht.

Der tatsächliche Konflikt bleibt ungelöst und das eigentliche Bedürfnis des Kindes ungesehen. Früher meinte man, dass Strafen notwendig wären, damit aus Kindern auch ja etwas wird. Damit sie optimal auf das Leben vorbereitet werden, um später gute Erwachsene zu sein. Eine eigentlich ganz logische und gut gemeinte Erklärung, die jedoch fatale Folgen hat.
Wann sprechen wir von Strafen?

„Eine Strafe ist entweder eine unangenehme Handlung, die auf das Verhalten eines Kindes folgt oder aber das Beenden oder zukünftige Ausbleiben einer angenehmen Situation als Folge des Verhaltens des Kindes.“

Hier ein paar Beispiele: Babys Schreien lassen, Kinder zu etwas z

Mit Kindern auf Augenhöhe – wie einfühlsame Sprache gelingt

Wir leben in einer Zeit, in der wir als Eltern hohe Ansprüche an uns selbst haben. Wir möchten eine solide Bindung zu unseren Sprößlingen aufbauen, Ihnen emotionalen und materiellen Halt und Sicherheit geben. Gleichzeitig wollen wir ihre Individualität fördern und wagen uns heraus aus alten Rollenbildern, die den Erwachsenen über das Kind stellen. Wir haben erkannt, dass es unendlich wichtig ist, unseren Kindern Vertrauen und Unterstützung zu schenken. Wir akzeptieren und verstehen, dass Kinder auf unterschiedliche Weise lernen und passen uns ihren Gegebenheiten gerne an. Und wir haben verstanden, dass Kinder genauso wertvoll sind, wie jeder andere erwachsene Mensch.

Ich vertraue in Dich, denn ich liebe Dich

Schon mit Beginn der Schwangerschaft und spätestens der Geburt des Kindes stellen sich Eltern Fragen. Die einen ganz direkt, und zwar im Dialog oder aber jeder einzelne ganz still für sich. Was möchte ich für eine Mutter / ein Vater werden? Welche Werte sind mir / uns wichtig? Was ist das Beste für unser Kind? Wollen wir es Tragen oder im Kinderwagen umherfahren? Soll unser Kind gestillt werden oder die Flasche bekommen? Wollen wir die Bedürfnisse unseres Kindes prompt befriedigen oder soll es auch mal warten können? Mit großer Sicherheit gibt es noch mehr Fragen, die Eltern beschäftigen. Einige Themen können auch große Unsicherheit hervorrufen. Man ist ja, zumindest beim ersten Kind, noch unerfahren. Und das ist okay. Kein Mensch kann nämlich immer gleich alles wissen.

Ob Wirbelwind oder Kuschelkind

„Kinder benötigen Bindung & Bindung benötigt gemeinsame Zeit“ – denn gemeinsam Zeit zu verbringen, stärkt die Eltern – Kind – Bindung.
THEKLA – Thüringer Eltern Kind Lern & Aktivkurs ist ein bindungs- und beziehungsorientiertes Kurskonzept für Eltern mit Babys oder Kleinkindern. Im Laufe eines 8-wöchigen Kurses erhalten Eltern Inspirationen, kreative Anregungen und erleben eine intensive Zeit mit ihrem Kind. Es werden pädagogische Themen vermittelt, welche auf den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Bindungsforschung, Kleinkindforschung und Entwicklungspsychologie über Entwicklung und Bindung basieren. Im THEKLA Nestwärme Kurs der sich an Babys von 5. bis 9. Monate richtet werden u.a. Themen wie Babys Rhythmus, Regulationsentwicklung, Beziehung statt Erziehung, Schlafentwicklung, Beikost / Stillen oder bindungsorientiertes Fläschchen geben besprochen. Über die Autonomiephase, Trocken werden, Kita – Start, Familienalltag (Elternebene & Paarebene) sprechen wir im THEKLA Kurs, der sich an Kleinkinder 10. – 24. Monate richtet.

Systemabsturz an der Supermarktkasse Blog Beitragsbild

Systemabsturz an der Supermarktkasse

Zwischen dem 2. und dem 4. Lebensjahr steht die Gefühlswelt von Kleinkindern häufig Kopf. In diesem besonderen Lebensabschnitt entwickelt sich das Kind nicht nur körperlich rasant, sondern auch emotional. Es lernt sich, seine Gefühle und die Welt kennen. Und das ist manchmal gar nicht so leicht. Nicht nur das Kind stößt häufig an seine eigenen Grenzen, den Eltern geht es ebenso.
Ein typischer Alltagsklassiker mit Kleinkind Viele Eltern kennen sie, die Situation an der Supermarktkasse. Eben war noch alles in Ordnung und auf einmal liegt das Kind schreiend auf dem Boden. Keine leichte Angelegenheit. Versetzen wir uns mal in die Lage eines Kindes. Wir nennen es Frieda. Die zweijährige Frieda begleitet ihre Mama nach einem anstrengenden Kitatag in den Supermarkt. An der Kasse sieht die Kleine Überraschungseier. Zielstrebig und freudestrahlend steuert sie auf diese zu. Für sie ist die Situation ganz klar.

Seid echt, statt perfekt.

Die Welt von Kleinkindern besteht vor allem aus Mama und Papa. Sie sind für sie die liebsten und schönsten Menschen auf Erden. Schaut man ihnen ins Gesicht, sieht man den Glanz in ihren Augen, wenn Mama und Papa in der Nähe sind. Kinder lieben ihre Eltern bedingungslos, leider auch dann, wenn diese ihre elterliche verantwortungsvolle Rolle schlecht erfüllen. Gerade dann kooperieren Kinder, weil sie Angst davor haben die Liebe der Eltern zu verlieren. Ein wichtiger Aspekt, der große Beachtung finden darf! Um den ersten Geburtstag herum tauchen sie auf. Die Fragen der Fragen. Wie möchte ich mein Kind erziehen? Wie sehe ich mich in der Mutter / Vaterrolle? Wie wurde ich erzogen? Was braucht mein Kind? Was brauche ich, damit es uns gut geht? Jeder Mensch durchläuft sein eigenes Leben, mit Höhen und Tiefen, mit guten und mit schlechten Erfahrungen. All das prägt uns und lässt uns so sein wie wir sind. Und wie wir uns in der Elternrolle sehen, erleben und geben. Es gibt nicht den einen richtigen Weg im Umgang mit Kinder, da darf jede Familie ihren ganz eigenen Weg finden.